Sonntag, 31. August 2014

1. Blogthema: Zucker

In diese Kategorie fällt alles, was Ernährung betrifft.
Ich will versuchen, mich so gesund wie möglich zu ernähren. Als ersten Schritt habe ich den Zucker von meinem Speiseplan gestrichen.

Was wurde schon erreicht?


Seit Juli bin ich "zuckerfrei". Fast muss man wohl hinzufügen. Normale zuckerhaltige Süßigkeiten habe ich zwar keine gegessen, aber ich bin doch ab und an mal essen gegangen- und da habe ich natürlich nicht gefragt, ob sie auch ja alles ohne Zuckerzusatz zubereiten... Und dann war ich Ende Juli noch krank, wo ich einfach nur Zwieback bei mir behielt.
Aber doch bin ich auf meine bisherigen 62 fast-zuckerfreien-Tage ein bisschen stolz. Vielleicht mag für manche nichts besonderes dabei sein. Doch wenn man vorher annähernd täglich Schokolade und Co. gegessen hat, und davon natürlich auch nicht nur ein Stückchen, ist es doch erstmal eine ziemliche Umgewöhnung, wenn man das alles von einem auf den anderen Tag meidet.
Es ist wirklich so: die ersten Tage sind die schlimmsten. Besonders wenn auf der Arbeit oder auch zu hause um einen herum weiterhin munter das ganze Zeug gefuttert wird. Da muss man sich richtig zusammenreißen und beherrschen, um der Versuchung zu widerstehen. ;) Meine liebste Ausrede war immer: "Ach, heute kann ich die Schokolade (die Kekse, den Kuchen...) doch noch essen, ab morgen fange ich dann an..." Und es kennen sicher einige von euch- aus morgen wurde heute und die ganze Rumdrückerei fing von vorne an. Man muss einfach schaffen, seinen inneren Schweinehund mal zu überwinden und wirklich an dem Tag anzufangen, an dem man es sich vornimmt.
Ich habe es dann wirklich geschafft, erst einen, dann drei, dann zehn Tage, bis schließlich heute, meinen mir auferlegten "Verzicht" durchzuhalten.

Aber ich will nicht unerwähnt lassen, dass ich nicht weiß, ob ich es so lange geschafft hätte, wenn ich mir keine Alternativen gesucht hätte.
Mein Süßigkeitenersatz
Die Bällchen sind "Zimt-Karamell-Apfel-Kugeln"- den Rest düfte man ja erkennen. ;)
Alternative Nr. 1: Obst
Alternative Nr. 2: gekaufte "zuckerfreie" Süßigkeiten
Alternative Nr. 3: selbstgemachte Süßigkeiten 
  • und zwar mit: (getrockneten) Früchten, Honig, Ahornsirup, Nüsse, Kerne, Nussmuse, Kakao ect.
Diese nimmt den größten Stellenwert bei mir ein. Denn mir schmecken die selbstgemachten Kleinigkeiten nicht nur sehr gut, sondern mir macht auch die Zubereitung Spaß. Und man entdeckt immer weitere leckere(re) Kombinationen.

Mancher stellt sich nun die Frage, warum der ganze Aufwand, von wegen Zuckermeidung, wenn man sich dafür dann mit Fruchtzucker/ Zuckerersatz vollschaufelt?
Erstens ist es einfach so, dass man von diesen Alternativen weniger isst, also schneller satt wird, als von normalen Süßigkeiten. Zumindest geht es mir so.
Und zweitens besteht z.B. Obst ja nicht nur aus Fruchtzucker. Es beinhaltet noch weitere Stoffe, die gut für den Körper sind. Diese muss man bei normalen Süßigkeiten meistens vergeblich suchen und aus ihnen bezieht der Körper gar nichts, was ihn irgendwie erfreuen könnte.
Wenn man etwas selbst herstellt, weiß man außerdem, aus was das genau besteht, was man da gerade isst. Man verwendet dabei keine hochverarbeiteten Produkte, bzw. kann selbst entscheiden, wie viel man davon verwenden möchte. Ganz im Gegenteil sind sogar so gut wie alle Zutaten, die man verwendet, gesund. Und schon hat man ein besseres Gefühl beim Naschen.
Ein ganz klarer weiterer Pluspunkt: wenn man etwas selbst herstellen muss, hebt man sich eher etwas auf und stopft nicht gleich alles in sich hinein. Denn ganz ohne Arbeits- und Zeitaufwand lassen sich auch die gesunden Naschereien nicht herstellen. Und dann ist es doch viel schöner, eine ganze Woche (oder länger) etwas davon zu haben, als sich nach zwei Tagen schon wieder in die Küche stellen zu müssen, um die Süßigkeitenlust besänftigen zu können. Wenn man natürlich wie ich, Spaß an der Herstellung hat und am Liebsten alles gleich ausprobiert, hätte man das Problem alles aufzuessen, bevor es schlecht würde. Aber da gibt es meist genügend Freiwillige, die gerne beim Vernichten helfen...


Und in Zukunft?

Wie schon erwähnt, dauert mein Zuckerverzicht bis Oktober an. Das wären dann drei zuckerfreie Monate. Ja, und dann? Dann ist mein Geburtstag und ich fahre in den Urlaub. In dieser Zeit (eine gute Woche) wird Zucker für mich erlaubt sein. Aber ich will es nicht übertreiben. Und danach wird wieder eine zuckerfreie Zeit folgen. Vielleicht auch "für immer", nur mit besonderen Ausnahmen (Geburtstage ect. bei denen ich nicht ganz so dumm wie jetzt dabei sitze ;)). Und dabei sollt ihr mir dann helfen. Ich werde mich jedenfalls zwingen, jedes kleinste Stückchen verzehrte Schokolade hier zu beichten. Der Blog wird quasi mein persönlicher Beichtstuhl. ;) Dadurch hoffe ich, nicht mehr in alte Essmuster zu verfallen und lernen, mich zurückzuhalten. Weil wie peinlich wäre es denn, wenn ich nach einiger Zeit hier berichten würde, wieder einige Kilos zugenommen zu haben?!


Zucker- und was noch?

Zu einer gesunden Ernährungsweise reicht es natürlich nicht, nur den Zucker zu streichen. Viel Gemüse und Obst sollte auf dem Speiseplan stehen und so wenige Fertiggerichte wie möglich (wobei Letzteres oft schon aus dem Streichen von Zucker resultiert).
Ich bin weder Vegetarier, noch Veganer, ernähre mich nicht nach Paleo oder nur von Rohkost. Und will es auch nicht. ABER bei all diesen Lebensweisen gibt es doch ein paar Dinge, die man sich abschauen kann. Ganz von den leckeren Rezepten abgesehen, die man dort überall findet.
Das heißt bei mir konkret?
- nicht zu oft die Woche Fleisch essen (müsste ich die Tiere selbst schlachten, wäre ich auf jeden Fall Vegetarier! ;)) und nur "gutes" Fleisch (sprich vom bekannten Bauernhof oder wenigstens "Bio")
- (Kuh-)Milchprodukte reduzieren. Als Kind habe ich nur Wasser oder Milch getrunken. Mir schmeckt sie nach wie vor, aber ich kann auch darauf verzichten. Für Kuhmilch gibt es tolle pflanzliche Alternativen. Soja nimmt mir mein Magen allerdings übel und auch auf pure Mandelmilch reagiere ich allergisch. Auf Käse habe ich sowieso nur ab und an mal Lust, aber dann gönne ich mir auch ein Stückchen.
- Was super zur Wurst- und Käsereduktion beiträgt, ist der Verzicht auf Getreide. Wo kein Brot ist, braucht man auch nichts zum drauf legen. ;) Ich möchte vor allem erstmal Weizen meiden. Allerdings war ich noch nie großer Brot-Fan, wodurch mir diese Umstellung nicht viel ausmacht. Was mir dagegen sehr viel ausmacht, ist der Verzicht auf (Weizen-)Nudeln. Die waren schon immer meine Leibspeise. Aber auch dafür gibt es tollen Ersatz: Dinkelnudeln. Schmecken fast identisch und selbst die Vollkornvariante ist lecker. Während ich Weizenvollkornnudeln schon immer zum Davonlaufen fand.
- zu guter letzt: nicht zu viel, zu hoch erhitzte Produkte


Nun könnt ihr euch hoffentlich mehr unter dem "Zucker"-Thema vorstellen. :)

Ich habe mich dazu entschieden, Ernährung und Abnehmen/Sport als Themen voneinander zu trennen. Also wird es nicht nur drei große Blogthemen geben, sondern vier.
Somit folgen demnächst die ausführlicheren Erklärungen zur Zuckerfee, zum Feentraum und zur Traumtänzerin.
Und danach verspreche ich auch, mich bei den einzelnen Posts etwas kürzer zu fassen.

 

1 Kommentar:

  1. Hallo! :-)
    Ich bin über das Flechtwerk-Thema zu Deinem Blog gekommen und muss sagen, ich finde gerade die Ernährungsthemen super interessant!
    Mir geht es ähnlich wie Dir, ich bin weder vegetarisch, noch vegan, noch paleo, etc. unterwegs, versuche aber, mich gesund zu ernähren und den Obst-und Gemüseanteil Stück für Stück zu erhöhen und Zucker sehr zu reduzieren.
    Toller Beitrag!
    LG
    Meike

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